Bio-POLYMERE

Biopolymere
Prototypen aus Biopolymeren

 

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  • Forschungsziele:
    Forschungsziel ist es, den Preis gegenüber bisherigen Biopolymeren drastisch zu senken. Außerdem sollen aufgrund der vorhandenen Materialeigenschaften neue Anwendungsbereiche gefunden werden.
  • Forschungsstand:
    Bisher wurden jene Mikroorganismen isoliert, welche am effektivsten für unsere Ausgangsprodukte arbeiten. In der nächsten Phase geht es darum, die optimalen Bedingungen für den gesamten Prozeß zu finden.

 

 

  • Projektpartner:
    Technische Universität Graz Institut für Biotechnologie und Bioprozesstechnik (Prof.Dr. Gerhart Braunegg, Dr.Martin Koller)
  • Das VPZ Verpackungszentrum hat in diesem Projekt einen Entwicklungsschritt mitfinanziert. Das Projekt erhielt eine Förderung von Bund und Land Steiermark.

BIOPOLYMERE

Kunststoffe aus landwirtschaftlichen Abfällen und Überschüssen

 

Was sind Biopolymere ?

Bei bisherigen Verfahren wurden Zucker oder Stärke durch Mikroorganismen, wie sie in der Erde vorkommen, in einem Bioreaktor in Biopolymere umgewandelt. Der dabei entstehende Kunststoff ist herkömmlichem teilweise sogar überlegen und vor allem biologisch abbaubar. Die grundsätzliche Machbarkeit des Verfahrens wurde dabei bewiesen, doch war das Endprodukt aufgrund der hochpreisigen Rohstoffe zu teuer, um sich am Markt zu etablieren.

Mögliche Ausgangsstoffe für unser Verfahren sind Molke, der Abfall der Käseproduktion, Zuckerrübenschnitzel, Abfälle aus der Saftproduktion und Zitrusfrüchte, die aufgrund von Überproduktion zur Preisregulierung vergraben werden. Dadurch können wir den Preis vorraussichtlich um 70% senken.

 

Wozu eignen sich Biopolymere?

Biopolymere können je nach Steuerung der Fermentationsbedingungen von hochkristallin bis elastisch hergestellt werden. Das dabei entstehende Granulat ist mit herkömmlichen Maschinen verarbeitbar.

  • Für Folien:
    Denn ihr antistatisches Verhalten, ihre Fett- und Lösungsmittelbeständigkeit sind besser, ihre Sauerstoffdurchlässigkeit wesentlich geringer, ihre Gasdichte und UV-Beständigkeit höher.
  • Als Beschichtung:
    Biopolymere eignen sich ideal zur Beschichtung von z.B. Trinkbechern
  • Für Formteile und Behälter:
    Diese können aus Biopolymeren in beliebiger Form und Konsistenz hergestellt werden.
  • Als Konstruktionswerkstoffe:
    Durch den Einbau anderer nachwachsender Rohstoffe gelingt es, interessante Konstruktionswerkstoffe herzustellen, denn einige Naturfasern übertreffen sogar Stahl in ihrer Reißlänge.
  • Andere Anwendungsbereiche:
    Durch ihre hohe chemische Reinheit sind sie auch in der Medizintechnik und in der pharmazeutischen Industrie einsetzbar. Biopolymere können auch als Kleber in der Spanplattenindustrie eingesetzt werden.